Samstag, 6. April 2013

Kirschblüten - was sonst?

Bericht über Montag, 01.04.2013


Heute sind wir nochmal nach Arashiyama gefahren, aber diesmal war herrliches Wetter! Wir haben noch mehr vom Bambuswald gesehen und sind in eine Parkanlage gegangen, wo es sehr viele verschiedene (Kirsch-)Blüten gab. Am Fluss haben wir uns unter Kirschblüten gesetzt, etwas gegessen und uns ausgeruht...





Mitarashidango

bei Regen werden die Kirschblüten sichtbar





Danach (14 Uhr) wollten schon alle nach Hause, aber ich konnte sie überreden, noch zu einem Tempel zu fahren. Sie wurden nicht enttäuscht, denn neben dem Daikakuji Tempel war ein großer Teich umsäumt von Kirschblüten. Da er etwas abseits der Stadt liegt, waren auch wenige Meschen hier und es war so schön ruhig... fast wie im Paradies ;-). Der Teich mit dem Namen Osawa gehört zum ältesten künstlich angelegten Garten in Japan.

Pagode







Im Tempel selber fand gerade eine traditionelle japanische Hochzeit statt. Die Braut in ihrem kostbaren Kimono sah allerdings nicht sehr glücklich aus. Sie musste sich hinsetzen, zwei Männer fächelten ihr Luft zu bis schließlich eine Frau kam und ihren Kimonogürtel etwas lockerte. 

das Brautpaar
Nach dem Abendbrot (Nudeln mit Tomatensoße) sind Tenten, Senchan und ich mit dem Fahrrad zum Nijo Schloss gefahren. Dort haben sie verschiedene Laternen aufgestellt und die Kirschbäume im Garten beleuchtet. Leider waren noch nicht alle Kirschblüten geöffnet, nur die weißen, nicht die pinken. Es war aber trotzdem ganz schön, auch wenn ich am Ende total müde war. Am Ende gab es ein paar Stände,an dem man allesprobieren konnte, da haben wir uns wiedermal eine Weile aufgehalten und leckeren Pflaumenwein getrunken. ^^



die anderen haben wir zufällig dort getroffen!


Morgen ist der Japanisch-Einstufungstest und ich habe überhaupt nichts dafür getan. Ich habe aber auch kein schlechtes Gewissen deswegen und bin auch nicht aufgeregt.

Freitag, 5. April 2013

Mein japanisches Handy und noch mehr Süßes

Bericht über Sonntag, 31.03.2013

Heute ist nicht viel passiert, außer das ich jetzt ein japanisches Handy habe! Da Japan sein eigenes Netz hat, funktionieren hier alle ausländischen Handys nicht so richtig.

Sakura...
... Sakura
Mit den SKP Buddies sind wir zu acht in den Handyladen gegangen und es hat insgesamt 4 Stunden gedauert, bis jeder sein Handy hatte... Außerdem hatte sich mein (altes) Handy einfach auf Sommerzeit umgestellt, obwohl ich die japanische Zeit manuell eingestellt habe. Ich wurde also eine Stunde zu früh geweckt und war den ganzen Tag so müde. Zwischendurch sind wir aber mal kurz in einen Park mit Tempel gegangen, wo auch grad ein Kirschblütenfest mit vielen Buden war. Dieses mal habe ich Taiyaki probiert, diese Waffel in Fischform mit süßen roten Bohnen. Lecker! Die japanischen Süßigkeiten schmecken mir bis jetzt alle sehr gut, aber beim normalen Essen gibt es schon sehr eigenartige Sachen (z.B. rohe Eier und der ganze Tintenfisch, Oktopus-Kram).

Taiyaki
vorher ...
... mittendrin ...
... nacher
Am Nachmittag gab es eine Waffelparty im I-House! Es hat zwar lange gedauert mit nur einem Waffeleisen, aber es war soo lecker! ^___^ Schlagsahne gibt es hier nicht in der Sprühdose, sondern in einem Plastikbeutel, wie wenn man Sahne auf eine Torte mit einem Spritzbeutel macht. Das fand ich lustig. Ich habe Früchtetee aus Deutschland angeboten, der auch sehr gut ankam.
Alle helfen mit
Warten auf die Waffeln
das Ergebnis!
mit echter Nutella
Mhm, oishii! (Tenten)
Die Hausmanager Yoshida (seeehr nett)
Viele lernen hier für den Einstufungstest am Dienstag, aber ich habe bisher nichts gemacht und habe auch überhaupt keine Lust. Ich habe ja auch keinen Druck von meiner Universität, in ein bestimmtes Level zu kommen wie manch anderer.
Nach einem heißen Bad lässt es sich noch viel schneller einschlafen! zZz...

im Schaufenster eines Antiquitätengeschäfts entdeckte ich dies


100 Yen Shop und Kyoto bei Nacht

Bericht über Samstag, 30.03.2013

An diesem Tag bin ich zum 100-Yen Shop in der näheren Umgebung gefahren. In diesem Laden kostet alles 100 Yen, außer es ist anders gekennzeichnet, und es gibt wirklich alles! Süßigkeiten, Geschirr, Putzutensilien, Bettwäsche, Kosmetik, Kleidung, Bastelsachen, Bürokram... alles kleine mehr oder weniger nützliche Dinge. Und in Japan ist alles - wirklich ALLES - niedlich! Auf dem Geschirr sind Erdbeeren, die Portemonnaies haben die Form von Tieren und auf dem Klopapier sind Blümchen. Ich hätte fast alles in dem Laden kaufen können, aber so viel konnte ich nicht mit dem Fahrrad transportieren. xD Leider gibt es hier keine Nagelscheren, nur Knipser und Feile... Ich dachte, ich hätte eine gefunden, aber das war eine Schere zum Schneiden der Haare in der Nase. ^^°

Gashapon-Figuren
In dem Gebäude im Treppenhaus stand die ganze Wand voll mit diesen Figuren-Automaten, die musste ich natürlich gleich ausprobieren!
Ich war auch noch in einem preiswertem Laden ähnlich wie Kik und habe mir erstmal ein gemütliches Kissen gekauft, da das hier vor Ort mit harten Plastikkörnern befüllt ist... Auch die japanische Mode ist voll auf niedlich eingestellt. Schwingende Röcke, Kleider mit Schleifen, Pünktchen und Pastellfarben. Die japanischen Mädchen hier tragen alles wild durcheinander, das würde ich mich nicht trauen.

Um 4 haben wir uns dann getroffen, um in die Stadt zu fahren. Während ich in der Eingangshalle wartete, kam der Postbote (natürlich mit Mütze, Uniform und weißen Handschuhen) und hat ein großes Paket an den Hausmanager übergeben. Dieses Paket war für mich! Damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet - meine Schwiegereltern in Spe (höhö ;-)) haben mir ein Osterpaket mit ganz viel Schoki, gutem deutschen Vollkornbrot, einem selbstgehäkelten Häschen von der Oma und ein neues grünes Palituch geschickt (meins hatte ich im Flugzeug verloren). Da kamen mir schon ein bisschen die Tränen... bisher hatte ich kein Heimweh verspürt, da es hier ja noch so viel zu entdecken gibt. Vielen Dank nochmal!!! Die Schokolade hat allen geschmeckt. :-)

am Kamogawa
Jedenfalls sind wir dann zu sechst mit den Fahrrad in den östlichen Teil der Stadt gefahren. Der Plan war eigentlich, nach Gion zu fahren,  Kyotos altem Geisha Bezirk. Aber stattdessen sind wir genau dahin gefahren, wo ich gestern schon war... So schlimm war es aber auch nicht, da es langsam dunkel wurde und im Maruyama-Park die Kirschblüten angeleuchet wurden.
Wir sind fast einmal quer durch Kyoto gefahren und es hat uns nur 45 min mit dem Fahrrad gekostet! Ich mag diese Stadt. ^^ Auf dem Weg sind wir am Kamogawa Fluss entlanggefahren, an dessen Ufer sich immer viele Leute treffen und spazieren. Dort hat sogar gerade ein Rugbyteam geübt. Mit den ganzen Kirschblüten am Ufer und den Brücken und den Terrassen von den Bars hatte dieser Ort schon etwas an sich. Ich habe sogar die Brücke wiedererkannt, in dessen Nähe mein Hotel in Kyoto vor 2 Jahren war.
Im Maruyama-Park war richtig was los, wahrscheinlich weil Samstag war. An den Fressbuden gab es die ganzen Leckereien, die ich bisher nur aus den Mangas kenne: Takoyaki (Oktopusbällchen), Taiyaki (Süßer Teig in Fischform gefüllt mit roten Bohnen), Yakitori (Hähnchenspieß mit interessanter Soße), Dango (total süße Bällchen am Spieß) usw. Lieder war ich schon satt und es war auch nicht ganz billig. Als es dann zu kalt wurde und wir alle müde waren, sind wir dann nach Hause gefahren und ich konnte gut einschlafen. :-)

Grün und Rosa

Chion-in
Japaner mit Postlogo-Tasche



gegrillter Fisch am Spieß

Pikachu-Lutscher

Tintenfisch (probiert, die ersten Happen sind ok, aber dann wird es komsich...)
Oktopus (nicht in dieser Form probiert)
Okonomiyaki (will ich noch probieren)
Yasaka-Schrein bei Nacht


im Maruyama-Park



Donnerstag, 4. April 2013

Papierkram

Hallo allerseits!
Ich komme im Moment überhaupt nicht hinterher mit den Blog-Einträgen. Am Dienstag hat nämlich die Einführungswoche begonnen und die ist ziemlich anstrengend. So viel Informationen auf einmal, so viele Papiere, mache davon unwichtig, manche davon sehr wichtig und innerhalb weniger Tage richtig ausgefüllt abzugeben. Außerdem muss ich noch zu verschiedenen Ämtern, Versicherungen abschließen und ein japanisches Bankkonto eröffnen.
Da ich den Blog aber lieber chronologisch aufbauen möchte, kommen die Berichte von den restlichen freien ersten Tagen und mehr von der Einführungswoche erst später.

Mein Schnupfen ist fast weg und an die Zeitverschiebung habe ich mich auch mittlerweile gewöhnt.
Das Wetter hier ändert sich sehr schnell. Einen Tag nur Regen, am nächsten Tag strahlender Sonnenschein und wieder nächsten Tag Regen. Und wenn es warm ist, kann man im T-Shirt rumlaufen, aber abends ist es dann ziemlich kalt. Aber wärmr als in Deutschland, hey! ^^

Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr hattet schöne Ostern!
Liebe Grüße von
Tina-chan